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L-Glutamin kaufen – Pulver und Kapseln für Sportler
L-Glutamin ist die im Körper am häufigsten vorkommende freie Aminosäure. Sie zählt zu den nicht-essentiellen Aminosäuren, der Körper kann sie also selbst bilden; die höchste Konzentration findet sich in der Skelettmuskulatur. Über die Nahrung nimmst du Glutamin unter anderem mit Milchprodukten, Fleisch, Weizen, Hülsenfrüchten und Erdnüssen auf. Im Kraft- und Ausdauersport wird Glutamin gern rund ums Training und in Phasen hoher Belastung ergänzt. Zugelassene gesundheitsbezogene Aussagen gibt es für Glutamin in der EU nicht – wir beschreiben es deshalb neutral. Bei EP Nutrition findest du L-Glutamin von ESN, GN Laboratories und Olimp Sport Nutrition als Pulver und Kapseln, als Originalware, bei Bestellung werktags bis 15 Uhr noch am selben Tag verschickt.
Welche Varianten gibt es?
- Reines L-Glutamin-Pulver – geschmacksneutral, frei dosierbar und pro Gramm am günstigsten: ESN Ultrapure L-Glutamin und GN Nano Pure Glutamine (500 g).
- Kapseln – vordosiert und unterwegs praktisch: Olimp Glutamine 1400 Mega Caps (120 oder 300 Kapseln) und GN Glutamine Tera Caps.
- Mikronisiertes Pulver – feiner vermahlen für bessere Löslichkeit in Wasser oder im Shake. Der Inhaltsstoff ist identisch mit normalem Pulver.
- Glutamin in Komplexen – als Bestandteil von EAA-, Intra-Workout- oder Regenerationsmischungen. Wer gezielt dosieren will, greift besser zum reinen Produkt.
Worauf beim Kauf achten?
Glutamin sollte als L-Glutamin deklariert sein und möglichst ohne Füllstoffe auskommen; Pulver enthalten idealerweise nichts als die Aminosäure. Vergleiche den Preis pro 5-g-Portion: Eine 500-g-Dose Pulver reicht für 100 Portionen, bei Kapseln mit 1,4 g Inhalt brauchst du für dieselbe Menge drei bis vier Stück. Achte bei Kapseln auf den tatsächlichen Glutamingehalt pro Kapsel und die Kapselhülle (Gelatine oder pflanzlich). Angaben zur Reinheit und Laboranalysen des Herstellers sind ein Pluspunkt. Da Glutamin geschmacksneutral ist, spielt die Sorte keine Rolle – es lässt sich in Wasser, Saft oder den Proteinshake rühren.
Einnahme / Anwendung
Hersteller empfehlen laut Packung meist 5 g pro Portion, ein- bis dreimal täglich – zum Beispiel nach dem Training oder vor dem Schlafengehen. Pulver in 200 bis 300 ml Wasser auflösen und direkt trinken, da sich Glutamin in Flüssigkeit mit der Zeit abbaut. Bei höherer Dosierung lieber langsam steigern; in Einzelfällen werden Magen-Darm-Beschwerden beschrieben. Menschen mit Nieren- oder Lebererkrankungen und Epilepsie sollten die Einnahme ärztlich abklären. Halte dich an die Verzehrempfehlung des jeweiligen Herstellers.
Passt gut dazu
Glutamin wird häufig mit EAA oder einem Whey Protein nach dem Training kombiniert – Protein trägt zur Zunahme und zum Erhalt von Muskelmasse bei. Weitere Einzelaminosäuren findest du unter Aminosäuren einzeln. Alles zu Herkunft, Studienlage und Dosierung liest du im Glutamin-Ratgeber.
Häufige Fragen zu L-Glutamin
Was ist L-Glutamin?
L-Glutamin ist eine proteinogene Aminosäure, also ein Baustein von Körperproteinen, und mit rund 60 Prozent der freien Aminosäuren in der Muskulatur die mengenmäßig wichtigste. Der Körper bildet sie vor allem in Muskeln und Lunge aus Glutaminsäure und Ammoniak; sie dient unter anderem als Stickstofftransporter zwischen den Organen und als Energiequelle für schnell teilende Zellen wie Darmschleimhaut und Immunzellen. Deshalb gilt sie als „bedingt essenziell“: Normalerweise reicht die Eigenproduktion, bei schweren Erkrankungen oder Verletzungen kann der Bedarf die Bildung übersteigen.
Über die Nahrung nimmst du täglich mehrere Gramm auf – reich an Glutamin sind Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Eier, Weizen, Hülsenfrüchte und Erdnüsse; auch Whey-Protein enthält etwa 5 g pro 100 g. Das „L“ bezeichnet die natürliche Form; nur sie wird in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet. Hintergründe liefert der Glutamin-Ratgeber.
Wie viel Glutamin pro Tag?
Hersteller empfehlen laut Packung meist 5 g pro Portion, ein- bis dreimal täglich – also 5 bis 15 g am Tag. Diese Spanne stammt aus der Sportpraxis, nicht aus einer behördlichen Empfehlung: Eine Mindestmenge mit belegter Wirkung gibt es nicht, und für Glutamin sind in der EU keine gesundheitsbezogenen Aussagen zugelassen. In Studien wurden kurzfristig deutlich höhere Mengen eingesetzt, für die Dauereinnahme fehlen aber Daten.
Praktisch heißt das: Mit 5 g zu einem festen Zeitpunkt beginnen und nur steigern, wenn du es gut verträgst. Rechne das Glutamin aus Komplexen – etwa in EAA- oder Intra-Workout-Produkten – dazu, damit du nicht doppelt dosierst. Wer ohnehin 100 g Protein und mehr am Tag isst, nimmt über Lebensmittel und Whey bereits mehrere Gramm Glutamin auf. Halte dich an die Verzehrempfehlung deines Produkts.
Wann sollte man Glutamin einnehmen?
Die zwei gängigsten Zeitpunkte sind direkt nach dem Training und vor dem Schlafengehen; manche Sportler nehmen zusätzlich eine Portion morgens auf nüchternen Magen. Einen belegten optimalen Zeitpunkt gibt es nicht – die wenigen Studien zu Glutamin im Sport zeigen keinen Unterschied zwischen den Einnahmezeiten, und für die tägliche Routine ist Regelmäßigkeit wichtiger als die Uhr.
Praktisch lässt sich Glutamin gut in den Post-Workout-Shake rühren, denn es ist geschmacksneutral und löst sich in Wasser oder Milch. Wichtig: Angerührtes Glutamin bald trinken, da es sich in Flüssigkeit mit der Zeit zu Glutaminsäure und Ammoniak abbaut – nicht die Flasche für den ganzen Tag vorbereiten. Zu einer Mahlzeit ist die Aufnahme etwas langsamer, aber unproblematisch. Wer Glutamin mit EAA im Training kombiniert, mischt beides in dieselbe Flasche.
Pulver oder Kapseln?
Der Inhaltsstoff ist identisch, der Unterschied liegt in Preis und Handhabung. Pulver ist pro Gramm deutlich günstiger: Eine 500-g-Dose reicht bei 5 g täglich rund 100 Tage. Es lässt sich frei dosieren, in Wasser, Saft oder den Shake rühren und schmeckt praktisch nach nichts – lediglich eine leicht mehlige Konsistenz bleibt in Wasser spürbar. Mikronisiertes Pulver löst sich etwas besser, liefert aber dieselbe Aminosäure.
Kapseln mit 1,4 g Inhalt sind unterwegs, im Büro oder auf Reisen praktischer und brauchen keinen Shaker; für eine 5-g-Portion musst du jedoch drei bis vier Stück schlucken, was Kapseln pro Tag teurer macht. Achte bei Kapseln auf die Hülle: Gelatine ist nicht vegetarisch, Cellulose (HPMC) schon. Wer täglich dosiert, fährt mit Pulver aus der Einzelaminosäuren-Kategorie am besten; Kapseln sind die Ergänzung für unterwegs.
Hat Glutamin zugelassene Health Claims?
Nein. Die EFSA hat sämtliche beantragten gesundheitsbezogenen Aussagen zu L-Glutamin – unter anderem zu Muskelfunktion, Immunsystem, Darmgesundheit und Regeneration nach dem Training – geprüft und abgelehnt, weil die vorgelegten Studien keinen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang bei gesunden Menschen belegen. Händler und Hersteller dürfen Glutamin deshalb nicht mit solchen Wirkungen bewerben; Aussagen dieser Art im Internet sind nicht zulässig und nicht belegt.
Was bleibt, ist eine neutrale Beschreibung: Glutamin ist die häufigste freie Aminosäure im Körper, wird im Sport traditionell rund ums Training genutzt und von vielen Athleten in Phasen hoher Belastung ergänzt – als Erfahrungswert, nicht als nachgewiesener Nutzen. Wer eine Aminosäure mit belegter Aussage sucht, findet sie beim Protein selbst, das zur Zunahme und zum Erhalt von Muskelmasse beiträgt, oder bei Kreatin aus der Kategorie Kreatin.
Kann man Glutamin mit Kreatin kombinieren?
Ja, beide lassen sich ohne Bedenken im selben Shake oder Glas Wasser einnehmen; Wechselwirkungen sind nicht bekannt, und viele Post-Workout-Produkte enthalten beide Stoffe. Praktisch rührst du 3 bis 5 g Kreatin und 5 g Glutamin in den Whey-Shake nach dem Training – beide sind geschmacksneutral.
Der Unterschied liegt in der Beleglage: Kreatin erhöht die körperliche Leistung bei Schnellkrafttraining im Rahmen kurzzeitiger intensiver körperlicher Betätigung, der Claim gilt ab 3 g täglich und ist zugelassen. Glutamin hat keine zugelassene Aussage. Wer nur ein Produkt kaufen will, nimmt also Kreatin. Beides wird täglich genommen, auch an trainingsfreien Tagen. Produkte und Studienlage zu Kreatin findest du unter Creatin Monohydrat und im Kreatin-Ratgeber.
Ist Glutamin vegan?
Das Glutamin in Nahrungsergänzungsmitteln wird heute fast ausschließlich durch Fermentation gewonnen: Bakterien wandeln pflanzliche Rohstoffe wie Mais- oder Rübenzucker in die Aminosäure um, die anschließend gereinigt und kristallisiert wird. Das Pulver selbst ist damit vegan, enthält keine tierischen Bestandteile und ist frei von Laktose und Gluten – auch wenn der Rohstoff ursprünglich aus Weizen- oder Maisstärke stammt, bleibt im Endprodukt davon nichts übrig.
Bei Kapseln entscheidet die Hülle: Gelatinekapseln vom Rind oder Schwein sind nicht vegetarisch, Hüllen aus Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC) oder Pullulan sind pflanzlich. Die Angabe steht in der Zutatenliste oder als „vegan“ in der Produktbeschreibung. Interessant für Veganer: Glutamin steckt in Milch- und Fleischprodukten besonders reich, bei rein pflanzlicher Ernährung ist die Zufuhr über Hülsenfrüchte und Getreide aber ebenfalls ausreichend. Pflanzliche Proteinquellen findest du unter Veganes Protein.