Besser schlafen: Was wirklich hilft

Ratgeber · Gesundheit

Besser schlafen: Was wirklich hilft

Kurz gesagtErwachsene brauchen meist 7–9 Stunden Schlaf. Die wirksamsten Hebel kosten nichts: feste Schlafzeiten, ein kühles, dunkles Zimmer, kein Koffein ab dem Nachmittag, wenig Alkohol und eine ruhige Abendroutine. Melatonin kann laut zugelassener Aussage die Einschlafzeit verkürzen, ist aber kein Schlafmittel. Halten Schlafprobleme über Wochen an, gehört die Ursache ärztlich abgeklärt.
Von EPN-TeamStand: Oktober 2026Lesezeit: 7 Min.
Grundlagen

Wie viel Schlaf brauchst du?

Alter Empfohlene Schlafdauer
Jugendliche (14–17) 8–10 Stunden
Erwachsene (18–64) 7–9 Stunden
Ältere Erwachsene (65+) 7–8 Stunden

Orientierungswerte nach internationalen Schlafempfehlungen. Der individuelle Bedarf kann abweichen.

Schlaf ist die Zeit, in der sich Körper und Kopf erholen. Wer dauerhaft zu wenig schläft, fühlt sich nicht nur müde – auch Hunger, Konzentration, Stimmung und Trainingsleistung leiden. Mehr zu Müdigkeit im Ratgeber Ständig müde.

Schlafhygiene

10 Tipps für besseren Schlaf

01

Feste Zeiten

Jeden Tag zur ähnlichen Zeit ins Bett und aufstehen – auch am Wochenende.

02

Morgenlicht

Tageslicht am Morgen hilft der inneren Uhr. Ein kurzer Spaziergang reicht.

03

Kühl & dunkel

Etwa 16–19 °C, Verdunkelung oder Schlafmaske, wenig Lärm.

04

Koffein-Stopp

Rund acht Stunden vor dem Schlafen keinen Kaffee, Energy Drink oder Booster mehr.

05

Wenig Alkohol

Alkohol macht müde, stört aber die zweite Nachthälfte.

06

Leichtes Abendessen

Sehr schwere Mahlzeiten kurz vor dem Schlafen belasten. Zwei bis drei Stunden Abstand sind gut.

07

Bildschirm runter

Eine Stunde vor dem Schlafen Handy weg – weniger Licht, weniger Reize.

08

Abendroutine

Lesen, Duschen, Atemübungen: gleiche Abläufe signalisieren dem Körper Feierabend.

09

Kurze Nickerchen

Wenn überhaupt, maximal 20–30 Minuten und nicht am späten Nachmittag.

10

Nicht wälzen

Wer nach 20 Minuten wach liegt, steht kurz auf und macht etwas Ruhiges bei gedimmtem Licht.

Koffein & Alkohol

Die zwei größten Schlafstörer

Getränk / Produkt ca. Koffein Tipp
Tasse Filterkaffee (200 ml) ca. 90 mg bis zum frühen Nachmittag
Energy Drink (250 ml) ca. 80 mg nicht am Abend
Pre-Workout Booster (1 Portion) oft 150–300 mg abends besser koffeinfreie Variante
Schwarzer Tee (200 ml) ca. 45 mg am Abend auf Kräutertee wechseln

Koffein hat eine durchschnittliche Halbwertszeit von etwa fünf Stunden – nach fünf Stunden ist also noch rund die Hälfte im Körper. Wer abends trainiert, greift besser zu einem koffeinfreien Booster. Mehr dazu im Pre-Workout Ratgeber.

Alkohol lässt viele schneller einschlafen, verschlechtert aber die Schlafqualität: Man wacht häufiger auf und fühlt sich morgens weniger erholt.

Nährstoffe

Melatonin, Magnesium & Co.

Melatonin ist ein körpereigenes Hormon, das bei Dunkelheit ausgeschüttet wird und den Schlaf-Wach-Rhythmus mitsteuert.

Zugelassene Aussagen: Melatonin trägt dazu bei, die zum Einschlafen benötigte Zeit zu verkürzen – bei Aufnahme von 1 mg kurz vor dem Schlafengehen. Melatonin trägt zur Linderung der subjektiven Jetlag-Empfindung bei – bei mindestens 0,5 mg kurz vor dem Schlafengehen am ersten Reisetag und an den folgenden Tagen nach der Ankunft. Magnesium trägt zur normalen Funktion des Nervensystems und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
Wichtig zu Melatonin: Melatonin ist kein Schlafmittel und ersetzt keine Schlafhygiene. Nicht geeignet für Kinder und Jugendliche, Schwangere und Stillende. Bei Autoimmunerkrankungen, Epilepsie, Depressionen oder Einnahme von Medikamenten – etwa Blutverdünnern, Blutdrucksenkern oder Psychopharmaka – vorher ärztlich abklären. Nach der Einnahme kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen. Das BfR sieht melatoninhaltige Nahrungsergänzungsmittel kritisch und empfiehlt eine vorherige ärztliche Beratung.

Mehr zu weiteren Nährstoffen: Magnesium und Ashwagandha (inklusive BfR-Hinweisen).

Training

Sport und Schlaf

Regelmäßige Bewegung verbessert bei vielen Menschen die Schlafqualität. Gleichzeitig ist Schlaf ein wichtiger Teil der Regeneration – wer schlecht schläft, erholt sich langsamer und leistet weniger.

Abendtraining: Für die meisten kein Problem, solange zwischen sehr intensivem Training und Schlafengehen ein bis zwei Stunden liegen. Mehr zur Erholung im Ratgeber Muskelkater.

Zum Arzt, wenn: Ein- oder Durchschlafprobleme über mehrere Wochen anhalten, der Alltag leidet, lautes Schnarchen mit Atemaussetzern auffällt, du tagsüber ungewollt einschläfst oder die Beine abends unruhig sind. Dahinter können behandelbare Ursachen wie eine Schlafapnoe stecken.
Häufige Fragen

FAQ zum Schlaf

Wie viel Schlaf braucht ein Erwachsener?+

Für die meisten Erwachsenen werden 7 bis 9 Stunden Schlaf pro Nacht empfohlen. Der individuelle Bedarf schwankt. Wer sich tagsüber ausgeruht und leistungsfähig fühlt, schläft in der Regel genug.

Was hilft beim Einschlafen?+

Feste Schlafenszeiten, ein kühles und dunkles Schlafzimmer, kein Koffein am Nachmittag, wenig Alkohol, eine ruhige Abendroutine und weniger Bildschirmzeit vor dem Schlafen helfen vielen Menschen beim Einschlafen.

Wie lange vor dem Schlafen kein Kaffee?+

Koffein hat eine Halbwertszeit von durchschnittlich etwa fünf Stunden, bei manchen Menschen deutlich länger. Wer schlecht einschläft, sollte etwa acht Stunden vor dem Schlafengehen auf Kaffee, Energy Drinks und koffeinhaltige Booster verzichten.

Hilft Melatonin beim Einschlafen?+

Zugelassen ist die Aussage, dass Melatonin dazu beiträgt, die zum Einschlafen benötigte Zeit zu verkürzen. Die positive Wirkung stellt sich bei Aufnahme von 1 mg Melatonin kurz vor dem Schlafengehen ein. Melatonin ist kein Schlafmittel und nicht für jeden geeignet.

Welche Temperatur ist ideal zum Schlafen?+

Viele Menschen schlafen bei einer kühlen Raumtemperatur von etwa 16 bis 19 Grad am besten. Wichtig ist außerdem, dass das Schlafzimmer dunkel und ruhig ist.

Ist Sport am Abend schlecht für den Schlaf?+

Regelmäßige Bewegung verbessert bei vielen Menschen den Schlaf. Sehr intensives Training kurz vor dem Schlafengehen kann das Einschlafen bei manchen erschweren. Ein bis zwei Stunden Abstand sind für die meisten ausreichend.

Hilft Alkohol beim Einschlafen?+

Alkohol kann das Einschlafen beschleunigen, verschlechtert aber die Schlafqualität in der zweiten Nachthälfte. Man wacht häufiger auf und fühlt sich morgens weniger erholt.

Wann sollte man mit Schlafproblemen zum Arzt?+

Wenn Ein- oder Durchschlafprobleme über mehrere Wochen anhalten, der Alltag darunter leidet, starkes Schnarchen mit Atemaussetzern auffällt oder du tagsüber ungewollt einschläfst. Dann sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.

EPN

EPN-Team
Wir erklären die Produkte aus unserem Sortiment – ehrlich und verständlich. Dieser Ratgeber ersetzt keine ärztliche Beratung. Stand: Oktober 2026.

Gute Nacht

Erholt aufwachen, stark trainieren.

Ratgeber und Produkte für deine Regeneration bei EP Nutrition.